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Wie überführt man einen Täter mittels seiner DNA? – Das Bioprofil zu Besuch im NW-Zentrum Hamburg

Im November besuchten das Bioprofil der S1 mit seiner Lehrerin Frau Dittmar und der Biokurs S1 mit seinem Lehrer Herrn Pannecke das naturwissenschaftlich-technische Zentrum in Hamburg und bekam dort die Möglichkeit, eine bestimmte Sequenz ihrer eigenen DNA zu untersuchen und so mehr über die Arbeit im Labor zu erfahren.

Jeder wird irgendwann mal im Leben einen Fingerabdruck machen müssen. Der Fingerabdruck ist bei jeder Person individuell und dient daher als Erkennungsmerkmal. Ähnlich verhält es sich mit unserer DNA. Die DNA kann man sich als eine lange Kette vorstellen, die wie ein Computerprogramm unsere Körperfunktionen codiert. Auch wenn unsere DNA zum Großteil identisch ist, ist der Rest bei jedem individuell aufgebaut.

Diese Eigenschaft macht sich unter anderem die Polizei bei der Verbrechungsbekämpfung zu nutze. Nach einem schwerwiegendem Gewalterbrechen wird der Tatort genauestens untersucht, dabei wird auch nach biologischen Spuren wie den Haaren der Täter Ausschau gehalten, um dann ihre DNA zu untersuchen und mit der eines Verdächtigen abzugleichen. Vorher aber muss die DNA erst noch extrahiert und in ausreichender Menge bereitgestellt werden.

Auch wir haben für unsere Analyse DNA aus unserer Wangenschleimhaut extrahiert, indem wir unseren Speichel in einem Thermorüttler (B2) einer Hitze von bis zu 100°C aussetzten, wodurch die enthaltenen Zellen zerstört wurden. Nachdem man die Flüssigkeit dann zentrifugierte, konnte man die zurückgebliebene DNA der Zellen gut vom Rest trennen. Im Thermocycler (B2) wurde dann ein bestimmter Teil der DNA in Milliardenhöhe vervielfacht. Dieser Prozess nennt sich Polymerasekettenreaktion (kurz: PCR). Der Thermocycler ahmt dabei die Verdopplung der DNA, die ständig in unserem Körper stattfindet, nach, nur effizienter.

Der Teil der DNA, welcher während der PCR vervielfacht wurde, ist so ausgewählt, dass er nicht bei jedem Menschen vorkommt. Indem wir diese DNA in eine Gel-Elektrophorese (B3) gaben, konnten wir kontrollieren, ob wir diesen bestimmten DNA Abschnitt in unseren Genen tragen (B4).

In der Kriminalistik werden acht bis fünfzehn DNA Abschnitte nach der Vervielfachung verglichen. Es werden jedoch jene Abschnitte untersucht, welche jeder Mensch in sich trägt, die jedoch unterschiedlich lang sein können. Wenn die DNA-Analyse ergibt, dass die Länge der betrachteten DNA Sequenzen von einem Verdächtigen mit der eines biologischen Beweisstücks übereinstimmen, kann der Täter überführt werden.

Für uns war der Besuch im NW-Zentrum sehr lehrreich. Inhaltlich haben wir im Vorhinein das Thema schon im Unterricht ausführlich bearbeitet, der Besuch im NW-Zentrum bot die Möglichkeit, praktische Erfahrungen über die Methoden der DNA-Analyse zu sammeln. Dabei lernten wir Neues über den Umgang mit verschiedensten Werkzeugen und technisch komplexen Geräten. So haben wir beispielsweise praktisch erfahren, mit Einkanalpipetten umzugehen und haben dies mittels Übungen trainiert.

Für das Webteam: Antonio