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Wandern auf den Pfaden der alten Römer – Schüler des Lerchenfeld in Xanten

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Im November machten sich Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 9-11 auf die Reise nach Xanten. Die Schülerin Eylül Tufan aus der S1 berichtet über die Tage am Niederrhein.

8:15 Uhr, Hauptbahnhof Hamburg. In der Kälte stehen wir am Gleis und warten auf unseren Zug, der Verspätung hat. Genügend Zeit die Mitreisenden kennenzulernen: Unsere Reisegruppe besteht aus 45 Lateinschülerinnen und Schülern der Klassenstufen 9-11. Begleitet werden wir von Frau Mieke und Herrn Jessen-Klingenberg, aber auch Spanischschüler haben sich unter uns gemischt, um die ehemalige Colonia Ulpia Traiana, die größte römische Kolonie nördlich der Alpen, zu erkunden und auf den Pfaden der alten Römer zu wandern.

Die Mission: drei Tage Xanten unversehrt überstehen, dabei eine Menge lernen und Spaß haben sowie Hamburg wieder pünktlich erreichen, was wohl die größte Herausforderung ist, da die Streiks der Lokführer weiterhin anhalten.

Nach vier Stunden Zugfahrt, die wir mit Skat und Blackstoriesspielen verbringen, erreichen wir Duisburg. Dort haben wir eine Stunde Aufenthalt und decken uns mit mehr als genügend Proviant ein.

Dann geht es auch schon weiter. Je näher wir unserem Ziel kommen, umso wilder wird die Landschaft, die an unserem Fenster vorbeizieht, bis wir schließlich mit dem Planwagen durch die Prärie fahren. Eine Überraschung der Lehrer. So sitzen wir auf dem Planwagen und tuckern bei maximal 6 km/h in Richtung Jugendherberge. Während wir zuschauen, wie genervte Autofahrer beim Anblick des Staus, den wir verursachen, laut fluchen, erscheint ein Schild mit der Aufschrift „Xanten“ am Wegesrand.

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Nachdem wir unsere Zimmer bezogen haben, machen wir uns „per pedes“ auf zu einer Erkundung Xantens. Wir besichtigen den Dom im Dorfzentrum, den „Selfie-Point“ Xantens und erkunden in kleinen Gruppen die Gegend. Entlang des Sees geht es abends wieder zurück zur Jugendherberge, die trotz Beleuchtung wegen des sich verdichtenden Nebels nur als schemenhafter Schatten zu erkennen ist. Später spielen wir gemeinsam ein Spiel, um die Namen der anderen zu lernen, was zu viel Gelächter führt.

Am nächsten Morgen heißt es früh aufstehen, denn ein Besuch im Römermuseum und der Ausgrabungsstätte ist geplant. Den ganzen Tag verbringen wir dort, werden sowohl im Innen- als auch Außenbereich des Museum herumgeführt und betrachten Ruinen.
Wir werden über die Geschichte der Colonia Ulpia Traiana, die Lebensweise, Kultur, Kriegsführung, Architektur und Stadtentwicklung der Römer aufgeklärt. Am eigenen Leib erfahren wir dann, wie es sich anfühlt, ein römischer Legionär zu sein und veranstalten eine antike Modenschau, in der wir Alltags- wie auch Ausgehmode präsentieren.

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Ein wenig Zeit bleibt noch, um den Süßigkeiten-Laden Xantens zu bewundern und einen Vorrat für die Rückreise einzukaufen. Schließlich heißt es am Freitagmorgen „Vale Xanten!“ Wieder fahren wir mit dem Planwagen und winken den „Xantianern“ zum Abschied zu. Der Duft von Gülle steigt uns in die Nasen, als wir den Bahnhof erreichen. Diesmal sind wir zwei Minuten schneller gewesen.
Und wir warten in der Kälte auf unseren Zug, der mal wieder Verspätung hat. Während der Zugfahrt von Duisburg nach Hamburg passiert es dann: wir müssen den Zug wechseln. Irgendetwas geht ja schließlich immer schief. Doch haben wir Glück im Unglück: Die Fahrtzeit im ICE-Ersatzverkehr vertreiben wir uns mit einem Freigetränk der Deutschen Bahn, Skat und Bootsquartett. Dieses Mal jedoch sind die Gruppen gemischt: Zehnt- sowie Neuntklässler sitzen zusammen mit Elftklässlern. Dann erreichen wir Hamburg mit nur einer Stunde Verspätung.

Es war eine schöne, informative Fahrt, bei der wie eine Menge über die alten Römer, aber auch unsere Mitschüler aus den verschiedenen Klassenstufen gelernt haben.

Eylül Tufan, S1 Literaturprofil