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Lesung von Christian Maintz am Gymnasium Lerchenfeld

Christian Mainz, Autor, Literatur- und Medienwissenschaftler, kam zu einer Lesung ans Gymnasium Lerchenfeld für die SchülerInnen der Oberstufe, die von den DeutschlehrerInnen der Jahrgänge 11 und 12 und der Fachleitung Deutsch organisiert wurde.
Jordis, Schülerin des Jahrgangs 12 und Mitglied des Webteams, berichtet über die Veranstaltung vom 13.12.2019.

Es scheint Tradition werden zu wollen, dass Christian Maintz, Autor, Literatur- und Medienwissenschaftler und Besitzer eines Wikipedia-Artikels (externer Link), was bei dem einen oder anderen Schüler schon ein gewisses Maß an Ehrfurcht auslöst, am Lerchenfeld alljährlich eine Lyrik-Lesung gibt. Schon zum zweiten Mal hat er, den die SchülerInnen der Oberstufe am ehesten als Leiter des Filmanalyse-Kurses kennen, sich dazu bereit erklärt, einem Raum voller Schüler, von denen laut seiner eigenen Schätzung etwa 3% tatsächliches Interesse an Lyrik besäßen, zwei Stunden lang Gedichte vorzulesen und Fragen zu beantworten. Unerwartet flüssig und unterhaltsam war trotzdem das Gespräch und viele seiner Gedichte haben auf die eine oder andere Art Anklang bei uns gefunden und auf jeden Fall für Lacher gesorgt. Er fing damit an, uns im Musiksaal willkommen zu heißen und uns zu erklären, wie das Event ablaufen werde, dass er nicht 2 Stunden lang stumpf Gedichte vorlesen wolle und zu dem Zweck eines richtigen Gesprächs gerne Fragen von dem Moderatorenteam, aber auch aus dem Publikum gestellt werden sollten.

Wir hatten zuvor im Deutschunterricht eine Auswahl seiner Gedichte bekommen und uns schon ein paar Fragen überlegt. Da die Figuren in diesen Gedichten beinahe ausschließlich Tiere waren, schienen zunächst alle interessiert daran, warum denn nun ausgerechnet Nacktmull und Kellerassel statt Hans und Heinz in seinen Gedichten vorkamen. Nachdem Herr Maintz erklärt hatte, dass man über Tiere, gerade in komischen Gedichten, häufig Dinge schreiben könne, die man über Menschen so nicht schreiben würde, und welches sein Lieblingstier sei, nämlich der Laubfrosch, redeten wir über das Schreiben von Gedichten, was einem dabei helfe, wie es sei, unter Zeitdruck schreiben zu müssen, und wie man überhaupt zum Schreiben komme. Unser Gespräch wurde von ihm immer wieder durch kleine Anekdoten und passende Gedichte ergänzt und so gingen die zwei Stunden für uns alle, die ganzen 100%, unheimlich schnell vorüber.

 Mit Witz und Verständnis für die restlichen 97% hatte Herr Maintz es geschafft, uns allen die Lyrik als Ausdrucksform ein wenig näher zu bringen und einigen von uns vielleicht den Zahn zu ziehen, dass Gedichte immer nur tiefgründige Gefühlsduselei und verstaubte Metaphorik enthalten können, sodass aus dem Musiksaal an diesem Freitag sicherlich mehr als 3% Lyrikinteressierte auf den Schulhof strömten. (So ist dieser Freitag, der 13. für uns alle also das Gegenteil eines Unglückstags gewesen.)

Für das WebTeam: Jordis (Jahrgang 12)