Mittelstufe

Wie geht es weiter

Erwachsenwerden

In der Mittelstufe steigen die Ansprüche, neue Fächer kommen hinzu: ab der 7. Klasse Physik, ab der 8. Klasse Chemie und Politik/Gesellschaft/Wirtschaft (PGW). In den Klassenstufen 8 bis 10 können die Schüler in Wahlpflichtbereichen zwischen verschiedenen Unterrichtsfächern wählen, z.B. zwischen Kunst und Musik, Ethik und Religion, Naturwissenschaftlichem Praktikum und Darstellendem Spiel.

Mit der 7. Klasse treten die Schüler in die Mittelstufe ein – als Kinder – und verlassen sie am Ende von Klasse 10 mit etwa 16 Jahren als Jugendliche. In diesem Zeitraum haben sie einen der größten Entwicklungsschritte in ihrem Leben zu bewältigen: Den Weg zum Erwachsenwerden, der verbunden ist mit der Ablösung von den Eltern und Lehrern, die bislang mehr oder weniger kritiklos als Vorbilder akzeptiert wurden, der Verlagerung der Sozialisation auf andere Instanzen und der Entwicklung eigener Standpunkte und Wege. Dieser komplizierte Prozess verläuft nicht bruchlos, nicht geradlinig und sicher nicht immer so, wie die begleitenden Erwachsenen ihn sich wünschen.

Die entwicklungspsychologischen Bedingungen einerseits und der zunehmend komplizierte Alltag verlangen von Lehrern und Eltern, dass sie sich mit den Entscheidungen, vor denen die Jugendlichen stehen, auseinandersetzen. Zu einer sorgfältigen pädagogischen Betreuung gehört, die jungen Schulleben in ihren Ansprüchen ernst zu nehmen. Ihnen müssen Chancen gegeben werden zu Übernahme von Verantwortung. Im Falle des Scheiterns gilt es aber auch sie aufzufangen. Sie benötigen Beratung, wollen aber ganz sicher keine Bevormundung. Nachsicht ist oft notwendig, aber auch klare Grenzen müssen gezogen werden.

Wenn die Ansprüche in den Fächern steigen und mehr Verantwortung gegenüber dem eigenen Einsatz erwartet wird, zeigt sich manchmal – nach Abschluss der Beobachtungsstufe und in der Pubertät – dass Schüler am Gymnasium phasenweise oder dauerhaft überfordert sind. Besonders in solchen Krisensituationen ist der intensive Kontakt zwischen Elternhaus und Schule notwendig.

Einen wichtigen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung leistet in der Mittelstufe des Gymnasiums Lerchenfeld der Klassenrat und die Suchtprävention. Der Klassenrat findet in allen Klassen der Mittelstufe regelmäßig statt und ist im Stundenplan mit einer Stunde fest verankert. In den 7. und 8. Klassen werden spezielle Programme zur Suchtprävention bearbeitet, die vom Suchtpräventionszentrum Hamburg entwickelt wurden. Diese Bausteine dienen dem Ziel, die Kompetenz der Schüler zu einer suchtfreien Lebensbewältigung zu fördern. Die Teilnahme der 7.und 8. Klassen an dem europäischen Wettbewerb zum Nichtrauchen “Be smart – Don’t start” ist ein weiterer Beitrag zur Suchtprävention.

Die Mittelstufe schließt mit zentralen Klassenarbeiten und mündlichen Überprüfungen in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik und Französisch oder Latein am Ende der Klasse 10 ab. Zu den Höhepunkten der Schulzeit in der Mittelstufe gehört neben dem dreiwöchigen Betriebspraktikum in der 9. Klasse zukünftig die Teilnahme am Schüleraustausch: Unsere 10. Klassen reisen nach Italien, England oder Frankreich.