Ganztagsschule

Bildungs- und Freizeitangebote über den Fachunterricht hinaus

Für viele berufstätige Eltern ist es wichtig, ihre Kinder zuverlässig betreut zu wissen. Für andere stehen einzelne qualifizierte Angebote im Vordergrund, die das schuli­sche Regelangebot ergänzen und eine persönliche Schwerpunktsetzung unterstützen.

Das Gymnasium Lerchenfeld kombiniert Elemente der offenen und der gebundenen Ganz­tags­schule. Von einer gebundenen Ganztagsschule spricht man, wenn die Schüler an min­des­tens drei Tagen pro Woche 7 Zeitstunden verbindlich in der Schule verbringen. Die Mit­tags­pause wird hierbei eingerechnet.

Dieses Kriterium ist in den Klassenstufen 7 bis 10 schon allein durch die Verkürzung der Schul­zeit am Gymnasium auf 8 Schuljahre erfüllt: Alle Schüler der Jahrgänge 7 bis 10 haben ver­bindlich mindestens 34 Wochenstunden. Hinzu kommen am Lerchenfeld 1 Stunde Klassen­rat sowie eine Mittagspause, während der in unserer Kantine ein warmes Mittagessen ein­ge­nom­men werden kann. Ergänzt werden die Pflichtstunden auch in den Jahrgängen 7 bis 10 durch ein breites Angebot an Arbeits­gemein­schaften, Neigungskursen und Förderunterricht.

Auch die Schülerinnen und Schüler der Beobachtungsstufe können an allen fünf Wochen­tagen bis 16:00 Uhr Angebote in der Schule wahrnehmen, müssen dies aber nicht. Bislang hat im Dialog aller Beteiligten (Eltern, Schüler, Lehrer) der Wunsch dominiert, die Freizeit der Kinder nicht zu sehr durch verbindliche Angebote bzw. Wahlangebote zu verplanen. Insbesondere seitens der Eltern ist jetzt jedoch das Inter­esse gewach­sen, ihre Kinder nicht nur zuverlässig betreut zu wissen, sondern auch die päd­ago­gisch-fach­liche Integration von Pflichtunterricht und Ganztagselementen weiter voran­zubringen. Deshalb wird gegenwärtig über eine Ausweitung der verbindlichen Angebote neu nachgedacht.

Die Schülerinnen und Schüler der Beobachtungsstufe haben einschließlich einer Klassenrats­stunde gegenwärtig 31 Wochenstunden verbindlichen Unterricht. Im Anschluss an den ver­pflich­tenden Unterricht können die Schülerinnen und Schüler der Beobachtungsstufe in der Schulkantine essen und sodann Neigungskurse, Förderunterricht oder z.B. die Hausaufgaben­betreuung besuchen.

Rhythmisierung

Der Unterricht ist überwiegend in Doppelstunden organisiert. Das reduziert die Anzahl der Unter­richtsfächer pro Tag und erlaubt es in stärkerem Maße, Phasen der Übung und des selb­stän­digen, handlungsorientierten Arbeitens in den Unterricht zu integrieren. Dies steigert lern­psycho­logisch die Wirksamkeit des Unterrichts, und die Schüler müssen weniger Übungs­auf­gaben mit nach Hause nehmen.

Nicht bewährt hat es sich aus unserer Sicht, die Fächer zu epochalisieren, also z.B. Biologie in einem Schuljahr 4-stündig anzubieten, im folgenden Schuljahr dafür gar nicht. Dem Gewinn an Intensität stand eine zu große Rate des Vergessens im Folgejahr gegenüber.

Eine einstündige Mittagspause gibt dem Schultag eine erholende Zäsur.

Mittagspause

Während die Schüler der Beobachtungsstufe ihre Mittagspause nach der 6. Stunde und also vor den Nachmittagsangeboten haben, liegt die Mittagspause der 7. bis 10. Klassen schon nach der 5. Stunde. Diese Pause kann je nach den individuellen Bedürfnissen dazu genutzt werden, zu Mittag zu essen, sich beim Sport auszutoben, Musik zu hören, für eine Klassen­arbeit zu üben und Hausaufgaben zu bearbeiten, in der Bibliothek in Ruhe zu lesen, am PC zu recherchieren oder einfach den Kontakt zu Freunden zu pflegen.

In unserer Schulkantine werden neben Brötchen, Snacks, Salaten usw. täglich auch zwei warme Gerichte angeboten.

Begabungen entwickeln, Schwerpunkte setzen, gemeinsam neugierig sein

Unsere zahlreichen Ganztagsangebote bieten unseren Schülerinnen und Schülern vielfältige Gele­genheiten, ihren Begabungen und Interessen intensiv nachzugehen: z.B. in Englisch, Mathe­matik, Musik, Informatik, Theater, Sport, Tanzen, Schach, Chinesisch und Japanisch.

Es gibt dabei keinen Leistungsdruck, man kann auch ohne besondere Fähigkeiten einfach seiner Neugier nachgehen und gemeinsam mit Mitschülern Neues kennenlernen.

Nur bei einigen wenigen Angeboten wird ein bestimmtes Leistungsvermögen vorausgesetzt: z.B. in Musikpraxis, in Mathe plus, beim Training der Schulmannschaften.

Klassenratsstunde

In allen Klassen der Jahrgänge 5 bis 10 gibt es eine feste Klassenratsstunde pro Woche. Hier geht es nicht nur darum, wichtige Belange der Klassen von ihrer inhaltlichen Seite her zu klären. Vielmehr geht es auch darum, die Schülerinnen und Schüler in ihrer Persönlichkeit zu stärken und zur aktiven Teilhabe an sozialen und demokratischen Prozessen zu befähigen. Methodisch stützen wir uns dabei auf die Ansätze von LIONS QUEST und FIT UND STARK.

Außerdem kann die Klassenratsstunde für gemeinsame Unternehmungen genutzt werden, z.B. zum Aufsuchen außerschulischer Lernorte.