Der Grundstein wird gelegt
Eingewöhnen
Auf Ihre Kinder kommen am Gymnasium viele neue Anforderungen zu. Es beginnt damit, dass sie sich in eine neue Klassengemeinschaft mit großenteils unbekannten Kindern hineinfinden müssen.
Wir helfen dabei: Ein Kennenlern-Nachmittag im Juni soll die ersten Schritte am Gymnasium noch vor dem ersten Schultag erleichtern. In der ersten Schulwoche, die überwiegend mit den neuen Klassenlehrern verbracht wird, sollen sich die Kinder in der veränderten Umgebung einleben. Wir bieten ihnen Gelegenheit zum Kennenlernen, zur Orientierung und Umstellung und arbeiten intensiv an der Zusammenführung der Kinder aus den verschiedenen Grundschulen zu einer neuen, stabilen Klassengemeinschaft.
Auch in der Eingewöhnungsphase bis zu den Herbstferien steht noch das Zusammenwachsen der Klassengemeinschaft im Vordergrund. Den Lehrern der Beobachtungsstufe helfen die engen Kontakte zu den umliegenden Grundschulen: Durch gegenseitiges Hospitieren und den Austausch über Unterrichtsformen und Anspruchsniveaus erhalten sie regelmäßig Einblicke in die Arbeit ihrer Kollegen und können so einen fließenden Übergang schaffen. Mit der Entwicklung einer ruhigen Arbeitsatmosphäre steigen die Anforderungen an konzentriertes Arbeiten allmählich an. Wir verfolgen das Ziel, Kinder in angstfreier, fröhlicher und partnerschaftlicher Atmosphäre zu anspruchsvollem Lernen zu führen und damit die Grundlage für den erfolgreichen Besuch des Gymnasiums, an dessen Ende das Abitur steht, zu legen. Bei steigenden Anforderungen sind Lernbereitschaft, Neugier, Durchhaltevermögen und Kraft zur Konzentration nicht nur wünschenswert, sondern unbedingt erforderlich.
Nicht nur für die Dauer der Beobachtungsstufe, sondern auf dem langen Weg bis zum Abitur werden die Lehrerinnen und Lehrer unserer Schule versuchen zu helfen: durch Beobachten, Ermuntern, Fördern, Zusammenführen, aber auch durch Forderungen an die Lern- und Leistungsbereitschaft sowie an die Leistungsfähigkeit.
Unterricht
Die Fächer, in denen ihre Kinder unterrichtet werden, sind – durch die “Stundentafel” vorgegeben – mit wenigen Ausnahmen in allen Hamburger Gymnasien dieselben. Sie können sie der folgenden Übersicht für die Klassen 5 – 10 entnehmen.
|
5
|
6
|
7
|
8
|
9
|
10
|
|
| Deutsch | ||||||
| Englisch | ||||||
| Spanisch | ||||||
| Latein | ||||||
| Mathematik | ||||||
| Geographie | ||||||
| Geschichte | ||||||
| PGW (Politik, Gesellschaft, Wirtschaft) | ||||||
| Physik | ||||||
| Chemie | ||||||
| Biologie | ||||||
| Naturwissenschaften / Technik | ||||||
| Kunst | ||||||
| Musik | ||||||
| Religion | ||||||
| Religion / Ethik | ||||||
| Sport | ||||||
| Kunst / Musik | ||||||
Als erste Fremdsprache lernen Ihre Kinder bei uns Englisch oder Spanisch – ab Klasse 5. Die zweite Fremdsprache beginnt in Klasse 6 und Sie und Ihre Kinder können zwischen Spanisch (falls sie es nicht schon ab Klasse 5 gewählt haben) und Latein wählen. Auf einem Informationsabend beraten Sie unsere erfahrenen Fachlehrer zur Wahl der zweiten Fremdsprache. In der Mittelstufe ist es möglich, in einer Arbeitsgemeinschaft Italienisch als 3. Fremdsprache aufzunehmen. Wer in der Oberstufe Spanisch lernen will, beginnt damit in Klasse 10.
Die Inhalte unseres Unterrichts sind durch staatliche Rahmenrichtlinien vorgegeben. Alle Schüler der Klassen 6 und 8 nehmen an Lernstandserhebungen in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik teil. Selbstverständlich bereiten wir unsere Schüler gründlich auf die Anforderungen, die sich aus diesem Versuch zur Sicherung einheitlicher Standards ergeben vor.
Für Schüler, die sich als besonders interessiert, erkennbar leistungsstärker oder auf bestimmten Gebieten als außergewöhnlich begabt zeigen, stehen besondere betreute Wettbewerbsangebote zur Verfügung. Unsere Arbeitsgemeinschaften bieten allen Kindern Möglichkeiten, individuellen Interessen und Neigungen nachzugehen, auch solchen, die im Unterricht keine Rolle spielen – doch dazu später.
Beobachten und fördern
Die Beobachtungsstufe gibt uns zwei Jahre Zeit um herauszufinden, ob Ihr Kind den steigenden Anforderungen gerecht werden kann. Wir Lehrer nutzen dies, um die Möglichkeiten des Kindes zu ermitteln. Die Beobachtungsstufe verstehen wir nicht als Dauertest, nicht als eine Phase, die vor allem anderen der Auslese dient. Wir wollen Ihr Kind fördern – das tun wir selbstverständlich auch in den Jahren danach – und am Ende der 6. Klasse eine Entscheidung treffen bzw. Ihnen eine Empfehlung geben, die seinen Begabungen und Fähigkeiten angemessen ist.
Von Ihnen, den Eltern, erwarten wir, dass Sie den Kindern helfen, vorbereitet und ausgeschlafen in den Unterricht zu kommen. Achten Sie bitte darauf, dass Ihre Kinder ihre Hausaufgaben in Ruhe anfertigen können, aber – bitte – erledigen Sie nicht deren Arbeit!
Und wenn es Schwierigkeiten im Unterricht gibt?
Es kommt vor, dass Kindern die Umstellung von der Grundschule zum Gymnasium mit seinen vielen neuen Fächern und einer Fülle bisher unbekannter Lerninhalte schwer fällt und sie trotz Unterstützung des Fachlehrers Schwierigkeiten haben, dem Unterricht zu folgen.
Auch hier bieten wir Hilfe an: Seit einigen Jahren geben unsere Oberstufenschüler in Kleingruppen organisierte Hausaufgabenhilfe und Nachhilfeunterricht, der in Absprache mit den Fachlehrern von Herrn Goldbaum organisiert wird: Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 8 lernen dabei von Älteren, denen der Unterrichtsstoff gut vertraut ist und die in der Regel auch in direktem Kontakt mit den unterrichtenden Lehrern stehen.
Dadurch können einzelne Schüler gezielt und intensiv gefördert und ihre Chance auf einen positiven Verlauf der Schulkarriere verbessert werden.

