Die Kurse und Arbeitsgemeinschaften im Fach Theater werden von unseren Schülerinnen und Schülern stark nachgefragt. Das Fach erfreut sich großer Beliebtheit. Vor allem jüngere Schülerinnen und Schüler haben ihre Erwartungen an das Fach, an die „Schauspielerei“ am Fernsehen entwickelt, häufig liefern TV-Soaps die Vorbilder.
Dass Theaterspielen dann erfolgreich ist und Spaß macht, wenn man in und mit seiner Gruppe zuverlässig, konzentriert, diszipliniert und engagiert gearbeitet hat, lernen die meisten Schüler bei der Arbeit; denn zu den Besonderheiten dieses Faches gehört die Projekt-Orientierung: Alle – Mitglieder und Leiter des Ensembles – arbeiten an einem gemeinsamen Produkt, der Aufführung. Damit diese gelingt, muss sich ein gemeinsames Verantwortungsgefühl einstellen.
Am Anfang aber stehen viele Übungen, nicht das Stück. Worum es dabei geht, sei – unter Bezugnahme auf den Rahmenplan – in aller Kürze zusammengefasst: „ … Die Schülerinnen und Schüler lernen Mimik, Gestik, äußere Haltung und Bewegung als Mittel menschlicher Kommunikation kennen und in Spielsituationen bewusst anzuwenden. … (Sie) erproben ihre stimmlichen Möglichkeiten, indem sie mit der Betonung, der Satzmelodie, dem emotionalen Ausdruck, der Lautstärke, der Artikulation und dem Tempo experimentieren.“ Sie lernen auf der Grundlage der eigenen Erfahrungen und Möglichkeiten, eine Rolle auszugestalten.
Um ihre Selbstwahrnehmung zu verbessern, müssen sie sich immer wieder der Reflexion der Wirkung ihrer Darstellung durch die Gruppe (stellen) … Voraussetzung dafür ist eine arbeits- und spielfähige Gruppe, deren Mitglieder so respektvoll miteinander umgehen, dass jede(r) sich traut, seine Einfälle und Vorschläge einzubringen. Daher liegt ein Unterrichtsschwerpunkt zu Beginn der Arbeit auf Kennenlern-, Vertrauens- und Kontaktübungen.
Die Schülerinnen und Schüler erproben die Wirkung unterschiedlicher Räume, von Bühnenbildelementen, Requisiten, Schminke, Kostümen, Lichtstimmungen und entwickeln dabei ästhetische Kriterien zur Beurteilung im Hinblick auf ein Inszenierungskonzept…“

