Das Fach Sport hat gerade für die Schüler des 8-stufigen Gymnasiums eine hohe gesundheitliche Bedeutung, da hier die körperliche Betätigung im Mittelpunkt steht und damit auch ein Ausgleich zur sonstigen hohen schulischen Belastung ermöglicht wird.
Im Sportunterricht am Gymnasium Lerchenfeld wird eine große Bandbreite möglicher sportlicher Betätigungen und Sportarten zum Lerngegenstand – dieses reicht von den „klassischen“ Disziplinen wie den großen Sportspielen (z.B. Basketball, Fußball, Volleyball), Leichtathletik, Turnen oder Badminton über viele Bewegungsspiele bis hin zu in der Freizeit eher wenig ausgeprägten Formen wie Baseball oder auch Zirkus/Akrobatik.

Im Sportunterricht geht es einerseits sicherlich darum, dass Schüler neue Bewegungen und Sportarten kennen lernen und ihre sportlichen Fertigkeiten weiter entwickeln. Darüber hinaus ist es uns aber ein besonderes Anliegen, dass die Schüler in den verschiedenen Bewegungsfeldern/Sportarten unterschiedliche Perspektiven (z.B. Miteinander, Leistung, Gesundheit, Spannung, Eindruck und Ausdruck) des Sporttreibens erfahren, damit darin unterstützt werden, den eigenen „Sinn“ im Sport zu finden und dementsprechend auch Anregungen für die Gestaltung des eigenen Sporttreibens über die Schule hinaus erhalten.
Eine ganze besondere Bedeutung messen wir dem „Miteinander“ im Sport bei – insbesondere für die 5-7 Klasse ist es überaus wichtig, sich in der Schule und in der Klassengemeinschaft „heimisch“ zu fühlen. Gemeinsam im Team eine Taktik im Sportspiel ausdenken, eine kleine Vorführung in der Akrobatik entwickeln, lernen mit Sieg oder Niederlage umzugehen – hier nimmt der Sportunterricht eine ganz wichtige sozial–integrative Funktion in der Schule wahr.
Es wird deshalb insbesondere in den unteren Klassen ergänzend zu dem sonstigen Sportangebot auch viel miteinander gespielt: Bounceball, Bankball, Parteiball, Magnetspiel, Merkball, Gordischer Knoten, „Goofy“ – die Anzahl der „Kleinen Spiele“ und ihrer vielfältigen Spielvarianten ist nahezu unbegrenzt. Der Reiz dieser Spiele liegt sicherlich auch in ihrer „Einfachheit“ begründet. Die Anforderungen im technischen, taktischen und konditionellen Bereich können zunächst gering bleiben und ermöglichen ein schnelles „Mitspielen können“ aller, die Regeln sind entsprechend den Interessen und Bedürfnissen der Mitspielenden prinzipiell veränderbar und behindern damit nicht unnötig eine konstruktive Spielentwicklung. Zudem bieten diese Spiele grundsätzlich ausgezeichnete Möglichkeiten der koordinativen Grundlagenausbildung, der kreativen Spielgestaltung und eines sozial-integrativen Miteinanders.
Besonders wichtig ist es uns, den Schülern im Sportunterricht viel Bewegung zu ermöglichen – dieses ist in größeren Klassen nicht immer ganz einfach. Hier können wir uns glücklich schätzen, dass wir zwei durch einen Durchgang verbundene Hallen an der Schule haben und so häufiger die Möglichkeit besteht, für eine Klasse beide Hallen gleichzeitig nutzen zu können. Dieses bietet uns gute Möglichkeiten, eine hohe Bewegungsintensität zu gewährleisten und auch differenzierte Angebote für Schüler bereit zu stellen. So können Schüler auch mal in einer kleineren Gruppe ihr Lieblingsspiel spielen, während in der anderen Halle z.B. für eine Akrobatikvorführung geübt wird oder der Schmetterschlag im Badminton verbessert wird.
Diese relativ günstige Hallensituation ermöglicht dann auch in den Nachmittagsstunden Arbeitsgemeinschaften (AGs) im Sport. So bietet z.B. ein Vater für die Klassen 5-7 und 8-10 sehr erfolgreich Fußball-AGs an, die sich reger Teilnahme unserer Schüler erfreuen. Unsere Schule hat auch verschiedene Zirkusmaterialien, über die im Sportunterricht oder zu Sonderterminen für Aufführungen die „Bewegungskünste“ gemeinsam mit anderen verbessert werden können.
Das Fachkollegium
Herr Bastian, Frau Dittmar, Frau Krause, Frau Molik, Frau Neuber und Herr Wilken.

