Geschichte

Was ist Geschichte?

„Tief ist der Brunnen der Vergangenheit. Sollte man ihn nicht unergründlich nennen?“. (zum Text)

So beginnt Thomas Mann seine Josephromane, die in biblischen Zeiten spielen. Das Bild des Hinabsteigens in einen dunklen, unbekannten Raum wird gerne benutzt, um den Weg der Erkenntnis zu beschreiben. So in dem Film Matrix: „… ich führe Dich in die tiefsten Tiefen des Kaninchenbaus. Bedenke: Alles, was ich Dir anbiete, ist die Wahrheit …“

So aufregend wird es sicher nicht in jeder Geschichtsstunde zugehen, aber dieses Fach bietet schon die Möglichkeiten zu erfahren, wo wir herkommen und wie frühere Zeiten mit den Problemen umgegangen sind, die die gleichen waren wie heute (z.B. Krieg und Frieden, Mangel und Überfluss, Arm und Reich, Stillstand und Revolution).

Im modernem Geschichtsunterricht an unserer Schule wird nicht mehr stur auswendig gelernt, sondern auf möglichst anschauliche Weise an vergangene Zeiten herangeführt. Dabei geht es nicht nur um die großen Herrscherfiguren, sondern auch um den Alltag der kleinen Leute, die Technik, die Umwelt, Kindheit oder das Verhältnis der Geschlechter zueinander.

Die neuen Rahmenpläne erleichtern diesen Ansatz, da sie nicht mehr wie früher eine Liste von abzuarbeitenden Inhalten, sondern die Kompetenzen, die die Schülerinnen und Schüler beherrschen sollen, in den Vordergrund stellen. Teilnahme an der Erinnerungskultur ist das Ziel, dabei liegt die alte Erkenntnis zugrunde, dass wer seine eigene Geschichte nicht kennt, gezwungen ist, sie zu wiederholen. (weitere Zitate) Die Schülerinnen und Schüler sollen dazu gebracht werden, sich ihre eigenen Gedanken zu machen. Geschichte als Denkfach bedeutet zu verstehen, dass wir nicht wissen können, wie es wirklich war, sondern immer nur aus bestimmten Perspektiven betrachten und verschiedene Sichtweisen vergleichen können. (War Bismarck ein deutscher Held oder hat er Hitler ermöglicht? Gab es die „Gute alte Zeit“? War das Mittelalter finster? Waren die Römer große Baumeister oder Unterdrücker?)

Die Inhalte des Unterrichts orientieren sich an den großen Epochen (Vor- und Frühgeschichte, Antike, Mittelalter und Neuzeit), aber auch an den quer dazu liegenden so genannten Kategorien (Herrschaft, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur). Das bedeutet, dass immer auch verglichen wird und dass zu bestimmten Themen Längsschnitte angelegt werden (z.B. von der Keilschrift zum Computer).

Spielerische Elemente (Rollenspiele, Simulationen) sind an unsere Schule ebenso selbstverständlicher Teil des Geschichtsunterrichts wie gründliche Methodenschulung, aber auch Exkursionen in Museen und Ausstellungen. Ein besonderer Schwerpunkt ist die Arbeit mit Filmen, die historische Inhalte haben (von „Spartacus“ über „Luther“ bis „Das Leben der Anderen“).

Das Fachkollegium:

Verena Becker, Rüdiger Braden-Weskott, Karen Egert, Hans-Walter Fehrler, Hans-Walter Hoge, Christian Jessen-Klingenberg, Nadine Kopp, Katja Mieke, Jürgen Pannecke, Jana Reinecke, Dr. Egbert Stolz, Stefan Wilken

Fachvertreter: Christian Jessen-Klingenberg

Lehrpläne, Handreichungen, Beschlüsse, Arbeitstechniken

Der aktuelle Rahmenplan für die Klassen 6 – 10 (pdf)

Der aktuelle Rahmenplan für die Klassen 11 – 12 (pdf)

Erläuterungen und Materialien zu den Themen

Herrschaft und Macht / Wirtschaft und Gesellschaft (1./2.Semester),

Staat und Nation (3. Semester) und

Kulturbegegnungen / Kulturkonfrontationen (4.Semsteer))

Grundlegende Arbeitstechniken für die Klassen 6 – 12 (pdf)

Aus dem Unterricht, Wettbewerbe, Projekte

Beipiel für einen Semesterplan (Grundkurs, Hr. Dr. Stolz)

Schülerarbeiten (pdf, ca. 3 MB) zu 68 und den Folgen (Leistungskurs, Hr. Pannecke)