Zwischen dem 08. und dem 21.05.2016 befanden sich Schülerinnen und Schüler des Lerchenfeld gemeinsam mit Frau Janßen und Herrn Jacobs zu einer Austauschreise in China. Lesen Sie hier, wie die Gruppe ihren Aufenthalt erlebt hat.

 

20.05.2016

Wie jeden Morgen treffen wir uns um 7:30 Uhr in der Cafeteria. Doch dieser Morgen ist anders, denn es ist unser letzter in China. Gemeinsam mit unseren Lehrern gehen wir den Tagesablauf durch, welcher unter anderem die Arbeit an unserem Umweltprojekt und einen Besuch im Yu Garden beinhaltet.
Bei der folgenden Projektarbeit merken wir, dass wir uns trotz der kurzen Zeit, die wir uns erst kennen, schon sehr aneinander gewöhnt und Freundschaften geschlossen haben. Wir arbeiten in Gruppen zu viert und vergleichen, wie in Hamburg und Shanghai mit den verschiedenen Arten von Müll (Verpackung, Biomüll, Kleidung, Giftmüll, Papier) verfahren wird. Dabei überlegen wir uns auch Lösungsvorschläge. Anschließend tragen die Gruppen die Ergebnisse ihrer Arbeit den anderen vor.
Nach einem erfolgreichen Abschluss unseres Projekts und einem interessanten Mittagessen fahren wir mit George in den Yu Garden. Hier werden die letzten Geschenke besorgt und Souvenirs erstanden. Außerdem haben wir eine erneute Begegnung mit dem Stinketofu und entdecken einige interessante Nebenstraßen.
Anschließend geht es zurück zur Schule, an der unsere Austauschpartner auf uns warten, um den restlichen Nachmittag mit uns zu verbringen. Wir alle freuen uns schon auf den Samstag, das lang ersehnte Ausschlafen und den Rückflug. Diese Freude ist jedoch getrübt, da es lange dauern wird, bis wir unsere neuen Freunde aus China wiedersehen werden.

Von: Feliciya und Maria

 

19.05.2016

Ein neuer Tag beginnt und wir machen uns morgens früh auf den Weg zur Schule. Nun beginnt auch schon die erste Stunde. Gemeinsam mit unseren Austauschschülern setzen wir uns mit dem Upcycling-Projekt auseinander, indem wir mit ihnen in einem Workshop zunächst Perlen aus Papiermüll (alten Atlanten) basteln und dann als Armbänder auffädeln. Das macht unseren chinesischen Austauschpartnern viel Spaß.
Im Anschluss folgt noch eine Chinesischstunde bei unserer netten Chniesischlehrerin.
Nach der Mittagspause geht es auch schon zum „Oriental Pearl Tower“, der uns heute von seiner Aussichtsplattfirm im 250. Stock einen Blick über Shanghai verschaffen soll. Wir sind schon sehr gespannt und aufgrund der langen Wartezeit steigt die Neugierde ins Unermessliche. Endlich auf dem Turm angekommen beginnen wir begeistert Fotos zu schießen. Der Ausblick ist äußerst beeindruckend und wir sind begeistert davon, wie weit wir schauen können. Ein Stockwerk tiefer stehen wir dann auf einer Glasplattform, durch die man direkt unter seinen Füßen auf die Stadt hinunterblicken kann. Das ist nichts für schwache Nerven und Frau Janßen verzichtet gern. Aber dies ist eine einzigartige Erfahrung für jeden einzelnen von uns.

Von: Selin

 

18.05.2016

Den Tag beginnen wir damit, mehr über die traditionelle chinesische Kultur zu erfahren.
Zuerst machen wir ein Ratespiel zu chinesischen Traditionen. Dann probieren wir, uns gegenseitig die alte chinesische Kleidung anzuziehen. Je nach Stand in der Gesellschaft sieht sie anders aus. Im Anschluss zeigt unsere Kursleiterin, wie wir den Chinesischen Knoten binden. Dies ist nicht so einfach, sieht aber zum Schluss sehr schön aus.
Nach der täglichen Gymnastikstunde beginnt unser Chinesischunterricht, in dem wir das erste Mal Hausaufgaben bekommen.
Am Nachmittag setzte uns der Fahrer vor einem Französischem Viertel aus, welches uns ein bisschen an Deutschland erinnert. Wir laufen von dort zur nicht weit entfernten römisch-katholischen Kirche, welche St. Peter heißt. Dort bekommen wir einen zweiminütigen Religionsunterricht von Herrn Jacobs.
Von dort geht es weiter zum Haus des ersten Premierministers von China.
Außerdem dürfen wir durch durch eine Shoppingstraße mit vielen kleinen Läden gehen, in denen wir allerhand Souvenirs finden.
Zusammengefasst war dieser Tag sehr interessant, da wir viele verschiedene Gesichter von Shanghai kennenlernen durften

Von: Nina

 

17.05.2016

Heute wird gearbeitet. Wir stellen unseren Austauschpartnern vor, was wir in Hamburg zu unserem Thema Recycling vorbereitet haben. Gemeinsam spielen wir ein Spiel, bei dem Müll in die richtige Tonne sortiert werden muss. Für die chinesischen Schüler ist dies Neuland. Sie haben sichtlich Spaß daran, da es bei der richtigen Zuordnung zur Belohnung Haribo gibt. So wie im Unterrichtsalltag in Deutschland immer ; ).
Im Anschluss freuen wir uns über die tägliche Portion Bewegung beim Broadcast Gymnastics, bei dem alle Schüler der Schule zu Musik einer Bewegungschoreografie folgen. Dies ist gar nicht so einfach für uns ungeübte Deutsche.
Ein Highlight unseres Programms am Vormittag ist die Einführung in die chinesische Malerei. Wir erhalten spezielles Papier und Pinsel und versuchen uns an Motiven wie Bambus und Panda.
Nicht wegzubekommen sind wir am Nachmittag vom Bund, der imposantesten Uferpromenade Chinas. Hier berauschen wir uns an den fantastischen und weltberühmten Wolkenkratzern, machen Angeberfotos und betrachten die historischen Kolonialbauten, die von der Geschichte der Stadt erzählen. Auch das bunte Treiben auf dem Fluss Huangpu und auf der exklusiven Shoppingmeile Nanjing Donglu sind ein unvergessliches Erlebnis. Das eine oder andere Souvenir wird bei dieser Gelegenheit erhandelt, mit dem die Zuhausgebliebenen etwas versöhnt werden sollen.

Von: Frau Janßen und Herrn Jacobs

 

16.05.2016

Der Austausch beginnt

Aufgeregt und übermüdet steigen wir heute um zwanzig nach sechs in den Bus in Richtung Shanghai. Nach zweieinhalb Stunden kommen wir dann an der Schule unserer Austauschschüler an. Die Gan-Quan-Fremdsprachen-Mittelschule im Zentrum Shanghais besuchen über 1200 Schüler, wovon die meisten Deutsch oder Japanisch lernen. Wir beginnen mit einer kleinen Führung durch die verschiedenen Gebäude der Schule und sind alle davon begeistert, wie modern und luxuriös alles ist. Beispielsweise hat die Schule eine eigene Dachterasse mit Grill zum Entspannen für Schüler und Lehrer. George, der Verantwortliche für den Austausch, führt uns zum Abschluss in den von der Regierung gesponserten „Konfuzius-Raum“, wo wir neugierig unsere neuen Austauschpartner kennenlernen. Nach einer Begrüßungsrunde gehen unsere Partner wieder in den Unterricht zurück. Die meisten von uns sind mit ihren Austauschpartnern sehr zufrieden.
Nach dem Mittagessen und einer sonnigen Pause begeben wir uns wieder in denselben Raum, wo wir eine Stunde Chinesisch lernen, uns gezeigt wird, wie man traditionelle Scherenschnitte macht und wie wir Teller typisch chinesisch bemalen.
Bevor jeder mit seinem Austauschschüler zu seiner Gastfamilie nach Hause geht, machen wir noch bei einer Sportstunde mit und nehmen an einer Deutschstunde teil.
In den Familie sammeln wir alle neue Erfahrungen und bekommen das chinesische Leben hautnah mit.

China_92Von: Lenn, Selin und Nina

 

15.05.2016

Mal wieder stehen das frühe Aufstehen und übermüdete Leute auf dem Plan… und es reeegnet.
150 Kilometer warten heute auf uns, um unser nächstes Ziel Suzhou zu erreichen, wo uns ein aufregender Tag erwartet.
Nach einer zweieinhalbstündigen Busfahrt kommen wir in der herrlich grünen Paradiesstadt an. Um die schöne Stadt innerhalb eines Tages erkunden zu können, beginnen wir sofort mit der ersten Sehenswürdigkeit, einem Weltkulturerbe, dem Garten des Fischnetzmeisters. Das ist ein im 18. Jahrhundert errichteter Privatgarten, der uns auch heute noch mit seinem wunderschönem Teich und seinem außergewöhnlichem Interieur begeistert.
Nun knurrt der Magen und wir machen uns auf den Weg in ein Restaurant.
Seit wir in Suzhou angekommen sind, hören wir doch immer wieder etwas von Seidenraupen von Yu.
Und somit begeben wir uns nach dem Essen in die berühmte Seidenspinnerei, in welcher wir die Seidenraupen lebend kennenlernen dürfen, und ihre Kokons sehen, aus welchen dann die Seide gesponnen wird.
Anschließend haben wir noch die Möglichkeit, uns Dinge aus Seide im Shop zu kaufen.
Und nun geht’s aufs Wasser. Wir starten eine Bootsfahrt auf dem Kaiserkanal und genießen den schönen Ausblick aus einem kleinen alten Bötchen.
Am späten Nachmittag begeben wir uns dann auch schon zu unserer letzten Sehenswürdigkeit in Suzhou, dem Stadttor Pan Men.
Pan Men hat neben dem imposanten Haupttor einen wunderschönen Park, einen Steinbuddha und kleine Souvenirläden zu bieten. Zudem ermöglicht es einen Blick auf ein Stück Geschichte, denn Pan Men zeigt die meisterhafte Verteidigungstechnik des chinesischen Reiches. Das Tor ist über 2.500 Jahre alt.
Gegen 17 Uhr begeben wir uns dann auch schon in unser neues Hotel, in dem abends noch große Gespräche über den morgigen Tag, die Erwartungen, Vermutungen und auch Ängste in Bezug auf die Austauschpartner und die Gastfamilien geführt werden.
Die Spannung steigt, denn morgen früh geht es dann auch schon nach Shanghai.

Von Gabriela und Leah

 

14.05.2016

Wusstet ihr, dass am Fuße des Friedensberges in Hangzhou eines der zehn bekanntesten buddhistischen Klöster Chinas liegt?
Im Kloster der Seelenzuflucht leben heute etwa 200 Mönche auf einer Fläche, die mit 1300 Zimmern Platz für über 3000 Mönche bietet. Gegründet wurde es von einem tibetisch Mönch, nach dem auch eine Pagode auf dem Gelände des Klosters benannt ist, die Li Pagode.
Warum erzählen wir das alles? Weil wir heute jenes Kloster anlässlich des Geburtstags von Siddhartha Gautama, dem ersten Buddha, besucht haben.
An den Wänden des Berges, zu dessen Fuß das Kloster liegt, gibt es eine Vielzahl von Buddhas, welche in den Felsen hineingehauen wurden. Unter anderem kann man hier einen etwa drei Meter hohen lächelnden Buddha besichtigen, der von vielen kleineren Figuren, den Lohans, umgeben ist. Viele Besucher berühren vor den Hallen die Füße solcher Buddhas, da dies für Wohlstand und Reichtum sorgen soll.
In einer der Hallen kann man den weltgrößten sitzenden Holzbuddha besichtigen, welcher 1953 mit Mitteln des damaligen Ministerpräsidenten mit 4,3 Kilogramm Gold vergoldet wurde. In derselben Halle kann man außerdem eine Wand besichtigen, auf der die drei Stufen bis zur Position eines Buddhas abgebildet sind. Nach dem Mönch kommt die Position eines der oben erwähnten Lohans, anschließend die eines Budisatwas und zu guter Letzt die des Buddhas. Auf dieser Wand kann man außerdem die Geschichte Siddhartha Gautamas nachvollziehen, welcher der Legende nach von einem Affen mit Obst und von einer Kuh mit ihrer Milch versorgt und am Leben erhalten wurde.
Der sitzende Buddha hat Locken, welche für Weisheit, und ein drittes Auge, welches für Intelligenz steht. Seine linke Hand ruht auf seinem Knie, seine rechte bildet das Zeichen für Lehrer.
Im Kloster gibt es keine Nonnen, jedoch besuchen es fromme weibliche Buddhisten, die ihr Leben lang vegetarisch leben und keine Familie gründen, häufig. Die im Kloster lebenden Mönche unterscheiden sich durch die Farbe ihrer Kleidung.
Wir zünden Räucherstäbchen an wünschen uns dabei etwas.
Nach dem Mittagessen im Tea Village tun wir dann das einzig Richtige, wir essen einen grünen Tee. Jedoch nicht irgendeinen, sondern den besten grünen Tee der Welt, den Drachenbrunnentee, welcher von der chinesischen Regierung auch als Staatsgeschenk weitergegeben wird.
In dem kleinen Dorf leben fast alle der etwa 1000 Einwohner vom Anbau des berühmten Tees. Es gibt zwar über 100 Sorten Tee in China, dieser unterscheidet sich jedoch, da er sowohl mit der Hand gepflückt als auch weiterverarbeitet wird. Außerdem ist er unfermentiert und biologisch angebaut. Da der Tee viele Antioxidantien enthält und das Fett im Körper bindet, wird er von den Chinesen sowohl benutzt, um Gewicht zu verlieren, als auch um zu entgiften. Auch soll er gegen Krebs vorbeugen und Bluthochruck sowie Herzinfarkten entgegenwirken.
Der Tee hat eine 4000 Jahre alte Geschichte und wird im Gegensatz zu vielen anderen Teesorten nur in bestimmten Zeiträumen geerntet. Je später die Ernte, desto niedriger die Qualität. Außerdem ist der Boden schwach alkalisch, was dazu führt, dass der Tee besondere Nährstoffe enthält. Sogar Queen Elizabeth schmeckt dieser Tee so gut, dass sie sich jedes Jahr etwa einen Kilo des sogenannten Kaisertees nach England liefern lässt. Der Tee wird heute sogar nach Amerika exportiert.
In der Apotheke, die wir anschließend besuchten, werden althergebrachte Medikamente verkauft. Diese dürfen allerdings nur auf Rezept verkauft werden. Die Apotheke wurde von einem reichen Chinesen im 19. Jahrhundert gegründet. Seine Mutter half mit dieser Apotheke armen Menschen. Deshalb wurde der Gründer sogar unter Kaiserlichen Schutz gestellt.

Von: Maria und Feliciya

 

13.05.2016

Unser letzter Morgen in Peking.
Übermüdet stehen wir früh morgens mit unserem Reise-Guide Alex und einem Lunchpacket in der Lobby und die Fahrt zum Südbahnhof in Peking kann beginnen.
Um acht Uhr heißt es nämlich rein in den chinesischen ICE und ab nach Hangzhou.
Als wir nachmittags ankommen, hat er 1630 km zurückgelegt.
Auf der fünfstündigen Fahrt starten wir eine Umfrage, was die Highlights in Peking waren und was möglicherweise gestört oder nicht gefallen hat.
Die meisten waren begeistert von der Chinesischen Mauer, dem Himmelstempel und der Verbotenen Stadt. Andere waren froh, einfach die Möglichkeit gehabt zu haben, in der Freizeit in den Gruppen eine neue Stadt und ihre Kultur erkundet zu haben.
Selbstverständlich war die Luft am Anfang gewöhnungsbedürftig und die Gerüche auch, doch im Endeffekt sind das doch Dinge, die gar nicht mehr bemerkbar sind, wenn man solch Schönes sieht und erlebt, eine komplett neue Kultur kennenlernt, und so eine schöne Reise machen kann. So auch Frau Janßen.
Angekommen am größten Bahnhof Chinas, der aussieht wie ein Flughafen, erwartet uns unsere Reiseleiterin Yu, von welcher wir sofort interessante Informationen bekommen, wie z.B., dass Hangzhou und Suzhou die Paradiesstädte Chinas sind und Hangzhou eine grüne Stadt ist, die zur Erholung genutzt wird.
Das sehen wir auch auf den ersten Blick, als wir im Bus auf dem Weg zum Diamantberg aus dem Fenster schauen. Wir sehen eine Stadt, die einem Garten ähnelt.
Man nennt Hangzhou schließlich nicht umsonst den Vorgarten Shanghais.
Hoch den Diamantberg und wieder runter und dann gehen wir schon den Westsee entlang, wo lustige Begriffe von Yu fallen wie ,,Halle der inneren Harmonie“, welches sie als Synonym für die Toilette benutzt.
Nach diesem schönen Spaziergang und einem leckerem Abendessen in einem Hotel kommen wir gegen neunzehn Uhr in unserem Hotel an und sind begeistert von unseren schönen Zimmern.
Jetzt freuen wir uns darauf, morgen noch mehr schöne Erinnerungen in Hangzhou sammeln zu können.

China_52Von: Gabriela und Lenn

 

12.05.2016

Heute geht es um Religion und Weisheit. Nach dem Frühstück fahren wir deshalb zum berühmten Lama-Tempel. Dort besuchen wir die insgesamt fünf Haupthallen, vor denen jeweils Räucherstäbchen und Gebetsbänke stehen. In den Hallen befinden sich verschiedene Buddha-Statuen. In der zweiten Halle sind zum Beispiel drei Statuen: eine steht für die Vergangenheit, ihre zweite für die Gegenwart, die dritte für die Zukunft. An den verschieden Statuen können Buddhisten die jeweiligen Träume für ein zufriedenes Leben den Göttern übermitteln. Manchmal zünden sie auch Räucherstäbchen an, um die Götter und Ahnen im Himmel zu beschwichtigen. In der fünften Halle befindet sich der weltgrößte Buddha mit einer Höhe von 18 m. Was uns überrascht, ist, dass diese Statue aus nur einem Baum gefertigt wurde und aus Tibet über einen Zeitraum von drei Jahren nach Peking transportiert wurde. Außerdem ist erstaunlich, dass nur ein Prozent der chinesischen Bevölkerung buddhistisch ist, und diese Religion trotzdem die größte in China ist.
Anschließend besuchen wir den Tempel des wichtigen chinesischen Lehrmeisters und Philosophen Konfuzius und schauen uns dort die ehemalige Konzerthalle an. Dort wurde früher für den Kaiser klassische chinesische Musik gespielt. Mit Harmonie und Mitte, Gleichmut und Gleichgewicht fahren wir anschließend zum Mittagessen.
Von dort aus geht es zum Platz des himmlischen Friedens. Hier müssen wir durch die Sicherheitskontrolle. Wir sehen das Mausoleum des ehemaligen Parteivorsitzenden Mao, das Gebäude der Partei und das berühmte Tor des himmlischen Friedens, an dem ein Bild von Mao hängt. Außerdem befinden sich vor dem Platz die zwei ehemaligen Stadttore von Peking.
Den restlichen Nachmittag und Abend unseres letzten Tages in Peking dürfen wir in kleinen Gruppen Peking alleine erkunden.

Von: Nina und Leah

 

11.05.2016

Nachts macht sich zum ersten Mal der Jetlag bemerkbar. Um 9:00 Uhr werden wir in unserem Hotel abgeholt. Im Anschluss an das Frühstück geht es dann mit unserem Guide zum Himmelstempel im Herzen Pekings. Im Bus dürfen uns einen kleinen, jedoch sehr informativen und interessanten Vortrag über Tian Tan (Tian=Himmel und Tan=Tempel) anhören.
Am Tempel angekommen, begegnen uns tanzende Muslime, wir sehen staunend eine Partnerbörse, auf der Eltern ihren beziehungslosen Kindern Partner suchen sowie singende, Gesellschaftsspiele spielende und Sport treibende Senioren. Unser Guide führt uns durch die Tempelanlage und erklärt uns die Bedeutung und Funktionen der einzelnen Hallen. So lernen wir etwas über die Rituale zur Sicherung der guten Ernte, über Tieropfer und traditionelle Gebete. Anschließend dürfen wir den Park auf eigene Faust erkunden, bevor es zum Mittagessen in ein nahegelegenes Restaurant geht.
Im weiteren Verlauf des Tages besuchen wir die Verbotene Stadt. Hier lernen wir viel über das Leben der Kaiser und ihrer Gefolge sowie Traditionen und Prioritäten der vergangenen Zeit. Nachdem sich der Guide am Glockenturm von uns verabschiedet, erkunden wir die Gegend und beschließen, über einen kleinen Umweg durch eine Einkaufsstraße zum Hotel zu laufen. Dies gestaltet sich jedoch schwieriger als gedacht, da es keine Straßenschilder gibt und wir unser Ziel nur über Umwege erreichen. Trotzdem sehen wir viel Neues und entdecken interessante Dinge über uns noch unbekannte Gebiete von Peking. Am Abend sitzen wir alle noch einmal beisammen und tauschen uns über den Tag aus, bevor wir wohlverdient ins Bett fallen.

Von: Feliciya und Maria

10.05.2016

Heute hatten wir die großartige Möglichkeit, eines der modernen Weltwunder zu besichtigen, und zwar das größte Bauwerk der Erde: die Große Mauer.
Nach eineinhalb Stunden Anfahrt sind wir mit dem Seilbahn zu einem der schönsten Teile der 6.000 km langen Mauer hinaufgefahren. Ihre Bauzeit betrug unglaubliche 300 Jahre! Wir hatten in etwa 1.200 Stufen vor uns, die laut Reiseführer ungefähr 40 Minuten in Anspruch nehmen sollten. Jedoch haben wir etwas länger gebraucht, da wir die beeindruckende Aussicht und die erstaunlich angenehme Luft genossen haben. Außerdem haben wir die Zeit genutzt, um Bilder/Videos von der wunderschönen Szenerie zu machen. Ebenso haben wir sehr viel Aufmerksamkeit von den netten Chinesen bekommen, die sehr interessiert daran waren Fotos mit und von uns zu machen. Wir haben uns schon fast wie Prominente gefühlt! Wir hatten sehr viel Glück mit dem Wetter, da es sehr sonnig und warm war. Jedoch sind wir deshalb schnell aus der Puste gekommen. Trotzdem war der Ausflug ein echtes Highlight für uns, sodass wir die Mauer gar nicht mehr verlassen wollten! Das chinesische Essen war wie immer hervorragend. Wir sind sehr gespannt darauf, was uns der morgige Tag bescheren wird…

Von: Olivia und Nina 

09.05.2016

09:00 Ortszeit Shanghai

Nach ausgiebigem Nudel-/ Omelett-Frühstück und einer Fitness-Übung im Flieger MU220 nach Shanghai kommen wir beinahe ohnmächtig an und sind alle von diesen beinahe 11 Stunden im Flugzeug total erschöpft. Jetzt folgt jedoch noch die Kirsche auf der Sahne: noch einmal 2 Stunden im Flieger von Shanghai nach Beijing – und dieses Umsteigen verlief nicht ganz wie geplant…
Zuerst ist jedoch zu sagen, dass wir alle von der anderen Luft hier in Shanghai beeindruckt sind (Wir sind uns nicht sicher, ob das Regenwolken oder Smog ist). Anschließend stehen wir knapp eine halbe Stunde in der Schlange, um einem Mitarbeiter des Shanghaier Flughafens unseren Pass und die „Arrival Card“ vorzuzeigen. Darauf folgt nun die Suche nach unserem Gate, die jedoch durch einige Zwischenfälle beträchtlich verlängert wird. Überraschenderweise müssen wir nun also doch unser Handgepäck noch einmal durchleuchten lassen, was so noch kein Problem darstellt, jedoch müssen wir anschließend erstmals unsere anderen Flugtickets vorzeigen, die nun endgültig in den Tiefen unserer Taschen verschollen waren. Hinzukommt, dass die Verständigung auf Englisch mit den Chinesen doch nicht so einfach ist wie vermutet und wir deshalb mindestens fünfmal nach dem Weg fragen müssen. Schließlich, am vermeintlichen Gate angekommen, stellt sich heraus, dass dies eine weitere Sicherheitskontrolle wird. Wasser weg, Pass und Ticket vorzeigen, Handy usw. aus der Tasche. Auch hier dauert es leider ein wenig länger. Nun ja, aus all diesen kleinen Zwischenfällen folgt nun also das große Dilemma: Es ist 09:39. Das Boarding hat um 09:30 begonnen, und unser Gate liegt am anderen Ende der Halle. Im Laufschritt bewegen wir uns nun letztendlich auf den Weg zum Boarding, bei dem wir auch noch einmal auf Chinesisch eine Standpauke, die keiner von uns versteht, über Mikrofon zu hören bekommen.

20:10 Ortszeit Peking

Am Flughafen in Peking werden wir von unserem Reise-Guide Alex zum Autobus gebracht, mit dem wir anschließend zum Sommerpalast fahren. Zuvor kehren wir jedoch noch in einem Restaurant ein, in dem wir an einem typisch chinesisch vorbereitetem Tisch essen: Mehrere Teller liegen auf einer Glasplatte in der Mitte des Tisches, auf die jeder Mitessende zugreifen kann. Und diese Platte kann so gedreht werden, dass jeder jedes Gericht probieren kann. Anschließend treten wir den Weg zum Sommerpalast an und halten kurz, um uns das „Vogelnest“, das wichtigste Stadion der Olympischen Sommerspiele in Peking 2008, anzusehen
Im Sommerpalast angekommen beginnen wir eine kleine Tour durch ungefähr ein Drittel des Geländes. In diesem Teil gehen wir durch einen Teil des Wanderganges, der sich mit einer Länge von etwa 720 m über einen Teil des Areals zieht. Ebenfalls betrachten wir das Marmorschiff, welches von der Ehefrau eines chinesischen Kaisers in Auftrag gegeben wurde. Zu dem Widerspruch zwischen einem Schiff, das im Wasser schwimmt, und einem Stein, der im Wasser untergeht, gibt es viele Theorien. Eine plausible ist jedoch, dass dadurch die Beständigkeit und somit Stärke des Kaisers und seines Reiches symbolisiert wird, da Stein nur schwer beschädigt werden kann (=Marmor).
Später wurden außerdem unsere „Befürchtungen“ bestätigt, dass wir auffallen würden wie bunte Hunde: Sowohl Gabriela und Linda als auch Lenn wurden von Chinesen um ein gemeinsames Foto gebeten.

Von: Feliciya und Linda 

 

08.05.2016

13:45 Frankfurt am Main, Flughafen

Um uns die Wartezeit zu verkürzen, starten wir eine kleine Umfrage: Worauf freust du dich ganz besonders?

  • Essen in China
  • Sehenswürdigkeiten
  • große Mauer
  • unsere Austauschpartner
  • Kultur
  • das andere Klima(Wärme)
  • Die Andersartigkeit ; das Neue; das Unbekannte
  • Mentalität
  • „Chinesisch-Praxis-Test“

Bisher war die Reise angenehm. Nach 5 Stunden im Zug nach Frankfurt/Main kommen wir am Flughafen an, haben unser Gepäck aufgegeben und befinden uns sogar schon hinter der Sicherheitskontrolle. Um 14:00 Uhr befinden wir uns schließlich im Flugzeug und pünktlich um 14:40 heben wir ab.

18:43 (deutsche Zeit) im Flugzeug über Russland
Nach den ersten paar Stunden im Flieger geht die Sonne auf der anderen Seite des Fliegers unter und nach dem 3-Gänge Menü an Bord und einem kleinen Snack samt Getränk fängt nun die nächste Phase des Essens an… vor Langeweile. Zwar ist die Auswahl an Filmen an Bord riesig, die meisten sind jedoch auf Chinesisch. Da wir jedoch in sechseinhalb Stunden in Shanghai wieder aus- und umsteigen müssen, strengen sich die meisten an, einzuschlafen.

Von: Feliciya und Linda